Ausflug der Feuerwehr 2014 – Teil 2 – Kloster Machern und das Koblenzer Oktoberfest

Idyllisch eingerahmt von steilen Weinhängen und nur einen Steinwurf von der Mittelmosel entfernt, liegt das Kloster Machern, der nächste Anlaufpunkt der Busgesellschaft. Pünktlich zum Mittagessen und nach einem Abstecher in den gepflegten Klostergarten deutlich hungrig, bot die Küche des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters eine Gelegenheit um satt zu werden. Im großen Festsaal des „Brauhaus Kloster Machern“ bewahrheitete sich bei allen Teilnehmern das Motto von Kloster Machern: „Machern macht munter“. So teilte sich die Gruppe auf, einige genossen die herbstlichen Sonnenstrahlen auf der Terrasse des Biergartens mit Blick auf die Mosel und die Weinberge, wiederum andere bestellten ein letztes Eis und einige wagemutige folgten einer steilen Treppe in die Kellerräume der ehemaligen Klosteranlage. Der Weg hinab führte zur Klosterdestille, in der die selbstgebrannten Spirituosen auch zur Verköstigung angeboten werden. Favorisiert wurde dabei eindeutig der „Rote Weinbergspfirsichlikör, der dann sogleich als Präsent für die Daheimgebliebenen gekauft wurde. Während die Damen über verschiedene Essigsorten und Olivenöle fachsimpelten, interessierte sich die Jugend hingegen für farblich eher als exotisch zu bewertende Spirituosenvarianten. Diese wurden dann auch in speziellen Glasflaschen Marke „Adoniskörper“ gekauft und mit nach Hause genommen. Pünktlich zur Führung über das Klostergelände, mit einer Einweisung in die Geschichte der Anlage, kehrten wir zurück ans Tageslicht. Die Führung über das weitläufige Gelände, deren Geschichte bereits vor der offiziellen Übernahme durch die Zisterzienserinnen im Jahr 1238 als Weingut begann, öffnete einen Einblick in das Leben im Kloster, der Abtei und der Kirchen- bzw. Regionalgeschichte im Mittelalter. In den blühenden Anfangsjahren, in bester Spitzenweinbautradition mit den Klöstern Eberbach im Rheingau, Himmerod an der Mosel und Clairvaux in Burgund und durch zahlreiche Schenkungen, entwickelte sich Machern zu einer bedeutenden und einflussreichen Abtei. Diese Zeit der Blüte und des Glanzes wurde durch die Beschädigungen des Dreißigjährigen Krieges beendet und der Verfall der Klosteranlage nahm nach einer Bauphase in der Barockzeit ihren Lauf. Im Zuge der napoleonischen Säkularisierung, also der Überführung von Kirchenbesitz in Privat- und Staatsbesitz, wurde das Kloster 1802 geschlossen und als landwirtschaftliches Gebäude veräußert. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die ehemalige Klosteranlage zum Touristenmagneten, der es heute ist. Neben dem Besuch in der ehemaligen Klosterkirche, einem barocken Festsaal, der heute für Hochzeitsgesellschaften und Veranstaltungen genutzt wurde, kehrten die Teilnehmer des Ausfluges in die Klosterbrauerei ein und versorgten sich mit Wegverpflegung. Die letzte Station des Ausfluges, dem Oktoberfest in Koblenz, war mit einer längeren Busfahrt verbunden, wohl dem, der sich in Machern mit Proviant in der Brauerei und der Klosterdestille eingedeckt hatte. In Koblenz angekommen fügte sich die Busgesellschaft in ihrer bayrischen Tracht, mit feschen Dirndln und schicken Lederhosen einträchtig in die Oktoberfestatmosphäre im gut gefüllten Festzelt. Mit zünftigem Partyrock wurde dann der Abschluss einer gelungenen Fahrt gefeiert. Nachdem die ein oder andere Maß Bier getrunken wurde, Spundekäs mit Brezeln oder Brathendel zur Stärkung gegessen wurde und der Tanzlaune freien Lauf gelassen wurde, setzte sich der Bus mit allen Teilnehmern wieder in Richtung Heimat in Bewegung. Auf der Heimfahrt schwelgte dann die Busgesellschaft still in den Erinnerungen dieses erlebnisreichen Tages. An dieser Stelle gilt ein großer Dank den Organisatoren dieses großartigen Tages auszusprechen, der die Kameradschaft der aktiven Wehr und den Zusammenhalt des Vereins nachhaltig gestärkt hat und auf Jahre hinaus mit Anekdoten bedacht werden wird.

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