Alarmübung der Feuerwehren in der VG Göllheim

Am gestrigen Freitagabend heulte um 19:15 Uhr die Sirene “1 Minute Dauerton, zweimal unterbrochen”. Also Einsatz für die aktive Wehr. Glücklicherweise war dies kein Ernstfall, sondern die alljährliche Alarmübung der Feuerwehren der Verbandsgemeinde. In den vergangenen Jahren erfolgte diese gemeinsame, realitätsnahe Übung innerhalb der Ausrückegemeinschaften. Also im Falle der Wehr in Weitersweiler zusammen mit Dreisen, Standenbühl und Göllheim. Die daraus gewonnenen Erfahrungen bei der Zusammenarbeit der Wehren, in Kombination mit der praktischen, ortsübergreifenden Ausbildung, hat die diesjährige Alarmübung große Ausmaße annehmen lassen. Während die Ausrückegemeinschaften nur etwa 50-60 Feuerwehrfrauen und -männer an Personal einbringen, waren es aktuell 170 Personen. Albisheim (Pfrimm), Biedesheim, Dreisen, Einselthum, Göllheim, Immesheim, Lautersheim, Rüssingen, Standenbühl und Weitersweiler, waren die teilnehmenden Feuerwehren. Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Deutschen Roten Kreuzes war ebenfalls vor Ort. Somit übten zentrale Komponenten des Katastrophenschutz im Donnersbergkreis das Miteinander. Angenommenes Szenario war ein Brand im Hochregallager der Firma SONIMA, einem weltweit tätigen Logistikdienstleister am Standort Göllheim. Das große Werksgelände und die daraus resultierende unübersichtliche Lage für die zuerst eintreffende Wehr aus Göllheim, sowie die angenommene Brandausbreitung machten die Nachalarmierung der oben aufgezählten Wehren notwendig. Zur Koordination der anrückenden Kräfte wurde ein Bereitstellungsraum eingerichtet, in welchem die Fahrzeuge mit entsprechendem Personal auf ihre Einsatzbefehle warten sollten. Neben diesem Bereitstellungsraum wurde zur Erstversorgung eine Sänitäts- und Betreuungszelt der Schnelleinsatzgruppe des DRKs aufgebaut.

Die Brandbekämpfung des simulierten Brandes erfolgte zum einen im Außenangriff über die Drehleiter auf das Gebäude Verpackung/Versand und auch im Innenangriff unter Atemschutz im Hochregallager. Zur Wasserversorgung dienten neben den Fahrzeugtanks, dem Hydrantennetz auf dem Gelände, auch eine weitere Schlauchleitung aus dem benachbarten Industriegebiet Göllheims.

Ein weiteres Einsatzszenario, KFZ-Unfall mit LKW, integrierte sich dynamisch in die Alarmübung. Für den Ernstfall ist diese Mehrbelastung durch zeitgleiche, sich überschneidende Einsätze durchaus realistisch und übenswert. So übernahm die Stützpunktwehr Albisheim die Menschenrettung aus dem verunfallten Fahrzeug.

Nach Übungsende stellte der stellvertretende Wehrleiter Karl-Heinz Webel den professionellen und reibungslosen Ablauf der Alarmübung fest und lobte die gute Koordination und Kommunikation im Bereitstellungsraum, zwischen den Führungskräften, sowie zum Deutschen Roten Kreuz. Sein Dank galt allen Anwesenden. Der Geschäftsführer der Firma Sonima, Niels Treiber, der bereitwillig die Tore öffnete und diese Übung ermöglichte, zeigte sich erfreut über den Ablauf der Übung und lud die anwesenden zu einer Stärkung und zu einem gemeinsamen Umtrunk ein. Der Bürgermeister der Verbandsgemeine Klaus-Dieter Magsig betonte in seinen Worten an die Beteiligten, die Bedeutung der Feuerwehrfrauen und -männer und hob die umfassende technische Ausstattung der Feuerwehren in der Verbandsgemeinde hervor. Anschließend wurden erfahrene Feuerwehrmänner ausgezeichnet und geehrt. Erfreulich war auch die anschließende Neuverprflichtung von drei Kameraden der Feuerwehr Weitersweiler, welche die Mannschaft unserer Wehr weiter verstärken.

 

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