Jugendfeuerwehrübung im verregneten Herbst – Kurzbesuch bei der Stützpunktfeuerwehr

Wenn es draußen regnet, die vorherrschende Farbe Grau ist und die Temperaturen nicht im zweistelligen Bereich ankommen möchten, dann beginnt für die Jugendfeuerwehr die Zeit des Jahres in welcher keine „nassen“ Übungen mehr vorgenommen werden können. Dies liegt weniger an der Motivation der Kinder und Jugendlichen, sondern am Umstand, dass nasse Schläuche im Winter lange zum Trocknen brauchen und es pädagogisch unverantwortlich ist, die Kinder und Jugendlichen bei diesem Wetter der Kälte und dem Wasser auszusetzen. Damit gewinnen Indoor-Aktivitäten an Attraktivität. Neben der üblichen Theoriestunden, die auch vor „nassen“ Übungen angesetzt sind, wird der Fokus in den Wintermonaten vorrangig auf das Erlernen von Abläufen gelenkt, deren automatisierte und sichere Ausführung essentiell für die Tätigkeiten der Feuerwehr sind. Neben der beliebten Knotenkunde, Erste-Hilfe Unterweisungen, dem Aufbau einer Saugleitung und der Gerätekunde, liegt der Fokus auch auf der Vorbereitung zum Tragen eines Atemschutzgerätes und dem vermitteln des Umgangs mit diesen Geräten. Einsatzgrundsätze, wie Truppweise vorgehen, die Orientierung in Gebäuden und Suche von vermissten Personen sind hier die Ausbildungsinhalte. Nachdem die vorangegangenen Übungen die Theorie des Atemschutzeinsatz behandelt wurde und bereits das Vorgehen, bzw. die Personensuche praktisch in den Räumlichkeiten des Feuerwehrhauses und des angrenzenden Gemeindeteils geübt wurde, bot sich am Wochenende eine einmalige Gelegenheit an: Die Atemschutzgeräteträgerinnen und –träger der Verbandsgemeinde absolvieren ihre jährliche Belastungsübung und zu diesem Zweck ist bei der Stützpunktfeuerwehr Göllheim ein Übungstunnel mit Hindernissen und Verdunklung aufgebaut. Am vergangenen Samstag besuchte die Jugendfeuerwehr spontan das Gerätehaus in Göllheim. Die Kinder und Jugendlichen hatte dabei viel Spaß den Übungstunnel zu durchqueren und erfuhren so hautnah die Ansprüche an Atemschutzgeräteträger. Das Überwinden von Hindernissen unter eingeschränkten Sicht- und Platzverhältnissen ist ein zentraler Bereich der Geräteträgerausbildung und die Jugendfeuerwehr-mitglieder haben an diesem Samstag viel gelernt.

Anschließend folgte noch eine kurzweilige Unterweisung an den unterschiedlichen Einsatzfahrzeugen der Stützpunktfeuerwehr. Der Rüstwagen auf Mercedes-Unimog Fahrgestell war ein Highlight für die teilnehmenden Betreuer, die Kinder und Jugendlichen favorisierten im Fahrzeugpark dann die moderne Drehleiter, das Hilfeleistungslöschfahrzeug und das Mehrzweckfahrzeug mit Kofferaufbau.

An dieser Stelle noch ein Dank an die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Göllheim, die diesen Spontanbesuch nach Kräften unterstützten.

Erstellt in Jugendfeuerwehr und mit , getagged. permalink.

Comments are closed.