Übungsbetrieb der Jugendfeuerwehr – Türöffnung unter Atemschutz

Um eine Brand- bzw. Rauchausbreitung bei einem Brandeinsatz zu verhindern, ist es notwendig, dass der Prozess der Türöffnung zu einem Brandabschnitt wohl bedacht ist. Zum Training des Vorgehens hat sich auch die Jugendfeuerwehr mit Atemschutzattrappen und Atemschutzmasken ausgestattet und die Türöffnung geübt. Mittels Bandschlinge öffnete der Truppführer des Angriffstrupps die Tür und der Truppmann gab mit dem Hohlstrahlrohr drei kurze Sprühstöße Richtung Decke des verrauchten Raumes ab. Die schnelle Abgabe von Wasserstößen mit dem Hohlstrahlrohr zur Rauchgaskühlung und das Öffnen, bzw. kontrollierte Schließen der Tür benötigt eine eingespielte Koordination des vorgehenden Trupps. Öffnet der Truppführer die Tür zu früh und die Rauchgaskühlung erfolgt nicht sofort, besteht die Gefahr einer Rauchgaszündung oder eines Flammenüberschlags. In beiden Fällen kann es zu einer Brandausbreitung kommen, auch wird es dem eingesetzten Trupp ziemlich heiß. Nass wird der Trupp wenn der Truppmann die geschlossene Tür mit einem Sprühstoß erwischt oder die Tür nicht weit genug geöffnet ist. Dies bedeutet dann das Einsatzende des Trupps, da bei durchnässter Schutzkleidung Verbrühungsgefahr besteht. Hier zeigt sich exemplarisch die Notwendigkeit einer guten Absprache und das Abspielen eines eingeübten Bewegungsablaufes.

Die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr setzten sich bei dieser Übung sehr ernsthaft mit der Thematik “Türöffnung” auseinander. Es Bestand auch die Gelegenheit das An- bzw. Ablegen der Atemschutzattrappen zu üben. Auch die neu beschafften Atemschutzmaskenattrappen kamen zum Einsatz. Diese Masken wurden so modifiziert, dass die Kinder und Jugendlichen keine Beeinträchtigung des Atemwiderstands erfahren, wie es etwa bei genormten Masken durch die verwendeten Membrane der Fall ist. Für die Jugendfeuerwehrmitglieder besteht das Ausbildungsziel beim Einsatz dieser Masken darin, den Umgang mit der Bebänderung zu erlernen und sich an das beengte Sichtfeld zu gewöhnen. Weitere Besonderheiten im Umgang mit Atemschutzgerät und Maske werden dann im Ausbildungslehrgang “Atemschutz” auf Kreisebene erlernt. Da bei fast jedem Brandeinsatz Atemschutz verwendet wird, ist es eine Sache höchster Wichtigkeit die Kinder und Jugendlichen schon früh mit dem Gerät vertraut zu machen und ihnen auch die Angst davor zu nehmen. Der respektvolle Umgang mit den Gerätschaften bei der Übung und das Erlernen bestimmter Vorgehensweisen, weckt bei den Jugendfeuerwehrmitgliedern das Interesse an diesem Thema. Während der kalten Jahreszeit sind Atemschutzübungen ein Garant für Spaß, Anforderung und Abwechslung im Übungsplan.

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