Jugendfeuerwehr mit weiteren Atemschutzattrappen ausgestattet

Dichter, schwarzer Rauch quillt pulsierend aus einem geborstenen Fenster – Ein Feuerschein ist aus dem Inneren zu erkennen und die dunkle Rauchwolke steigt in den Nachthimmel. Instinktiv sagt dir eine Stimme im Unterbewusstsein: „Lauf, ergreife die Flucht.“

Ein Brandereignis in einem Wohnhaus gehört wohl zu den anspruchsvollsten Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr und zum Glück zu den eher seltenen Einsätzen. Die Brandbekämpfung im Innenangriff, also das Vorgehen in das Brandhaus, durch das meist verqualmte Treppenhaus, widerspricht der oben angesprochenen Fluchtlogik, die natürlich in jedem Menschen vorhanden ist. Doch wie ist es vereinbar, durch den dichten, todbringenden Rauch zu gehen und sein Leben in Gefahr zu bringen?

Die moderne Feuerwehrschutzausrüstung hilft dem Feuerwehrangehörigen dabei. Das umluftunabhängige Atemschutzgerät ermöglicht dem Träger ein Vorgehen im Brandrausch. Die giftigen Bestandteile gelangen so nicht in die Atemluft des Trupps, dieser hat quasi seine eigene, isolierte Atmosphäre, aus welcher er atmen kann. Der Umgang mit dem Atemschutzgerät und die taktischen Besonderheiten werden in der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger vermittelt.

Die Grundkenntnisse behandeln wir schon in der Jugendfeuerwehr. Da allerdings die „echten“ Atemschutzgeräte zu schwer sind für die Kinder und Jugendlichen haben wir in Eigenleistung Übungsgeräte gebaut. Diese bestehen aus einem ausgemusterten Tragegestell, mit der Bebänderung, die es auch im Einsatzfall anzulegen gilt und deren Handhabung daher im Schlaf erfolgen muss. Darüber hinaus sind die Atemluftflaschenattrappen aus einem KG-Rohr gefertigt und mit einem Flaschenventil versehen. Somit kann auch der Flaschenwechsel erfolgen. Hauptgrund für diese Umbaumaßnahmen ist die Gewichtsreduzierung, bei gleichzeitiger Nachbildung der Realität. So wird es für die jungen Floriansjünger der Jugendfeuerwehr schnell zur Gewohnheit bei einer Übung Atemschutz anzulegen und die Handgriffe sitzen.

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