Großübung und Personalien

Am Freitag, 15. Juli hat die Feuerwehr Weiterweiler mit weiteren Wehren der Verbandsgemeinde die diesjährige Alarmübung durchgeführt. Ein Artikel aus der Wochenzeitung “Göllheim Aktuell” informierte über die absolvierte Alarmübung. (Wochenblatt 31/16 siehe unten)

2016-07_Überprüfung1Im Anschluss an die Übung wurden aus unsere Wehr die Kameraden Niclas Günther, Thomas Göbel und Pascal Göbel durch Verbandsbürgermeister Antweiler für den Feuerwehrdienst verpflichtet und gehören nun offiziell unserer Einheit an.

2016-07_Überprüfung2Unser Jugendwart, Michael Burgey, wurde zum Brandmeister befördert und zum Gruppenführer bestellt. Er hatte bereits vor wenigen Monaten seine Ausbildung an der Landes-Brand-und-Katastrophenschutz Schule absolviert. Michael Burgey erweitert das Führungspersonal der Wehr, sodass Weitersweiler nun auf drei Gruppenführer zurückgreifen kann.

Die Wehrführung freut sich über die positive personelle Entwicklung innerhalb der Wehr.

Artikel aus “Göllheim Aktuell”:

 Am Freitagabend 19.01 Uhr wurde in Albisheim (Pfrimm) und Immesheim Feueralarm ausgelöst. In der ehemaligen Lackiererei auf dem alten Raiffeisengelände in Albisheim war ein Brand ausgebrochen. Nach sechs Minuten waren die Wehren aus Albisheim und Immesheim mit vier Fahrzeugen vor Ort. Es wird schnell klar, dass es nicht nur brennt, sondern auch zwei Mitarbeiter des Betriebes vermisst werden. So die Vorgaben für die Alarmübung, die die Feuerwehren aus Albisheim, Immesheim, Dreisen, Standenbühl und Weitersweiler zu bewältigen hatten. Zu den Vorgaben gehörte auch, dass auf der Rückseite des Geländes die Flammen auf das Betriebsgebäude einer Reinigungsmittelfirma überzugreifen drohten. Dort werden neben Reinigungsmitteln auch Säuren und brennbare Flüssigkeiten gelagert. Es handelte sich also nicht um eine Bagatelle, sondern um einen Großeinsatz. Nur kurze Zeit später treffen die zur Verstärkung gerufenen Wehren aus Dreisen, Standenbühl und Weitersweiler ein. Um die Anrückzeit zu verkürzen, hatten diese Wehren bereits in Marnheim in Bereitschaft gestanden. Einsatzleiter ist Joachim Sältzer; er ist der stellv. Wehrführer von Albisheim. Wehrführer und Wehrleiter Stefan Stein ist nämlich Beobachter der Großübung. Jetzt rückt auch noch die Führungsunterstützungsgruppe aus Göllheim mit zwei Einsatzfahrzeugen und sechs Personen an. Mit den besonders farblich gekennzeichneten Uniformwesten ist die Gruppe sofort zu erkennen. Alle Fäden des laufenden Einsatzes laufen im Einsatzleitfahrzeug zusammen. Es gehen ständig Befehle raus und immer wieder neue Sachstände ein. Alles wird auf einer großen Tafel dargestellt. Es wird alles minutiös dokumentiert. Von dem Führungsgruppenmitglied Nurmi Paavo wird darauf hingewiesen, dass dies sehr wichtig ist. Der komplette Ablauf eines Einsatzes muss sicherheitsrelevant und notfalls auch vor Gericht nachvollziehbar sein. Das Zusammenspiel der Einsatzkräfte funktioniert sehr gut, obwohl diese Wehren noch nie zusammen im Einsatz waren. Das Löschwasser für die Brandbekämpfung wird aus einem Hydranten entnommen. Da aus der Lackiererei starker Rauch dringt und sich dort die vermissten Personen befinden, wird die Halle mit sechs Atemschutzgeräteträgern erkundet. Nach 20 Minuten kommt die Meldung, dass die erste Person gerettet ist. Der zweite Beschäftigte wird nach weiteren 10 Minuten in Sicherheit gebracht. Die Weitersweilerer Wehr ist auf der Rückseite des Gebäudes mit 14 Mann an einer Riegelstellung beschäftigt. Mit einer Wasserwand wird ein Übergreifen der Flammen auf den benachbarten Reinigungsmittelbetrieb verhindert. Das hierfür erforderliche Wasser wird aus der Pfrimm per Schlauchleitung über 250 m hochgepumpt. Der Brand ist nach der Personenrettung auch schnell unter Kontrolle. Zufriedene und entspannte Gesichter, auch wenn dies kein Ernstfall war. Überzeugt und einverstanden mit den Abläufen zeigen sich in der noch vor Ort durchgeführten Manöverkritik, an der 60 Wehrleute teilnahmen, der neue stellvertretende Kreisfeuerwehrinspekteur Thorsten Schüdzig und der Wehrleiter der Verbandsgemeinde, Stefan Stein. Schüdzig und Stein waren von dem Gezeigten sehr beeindruckt und brachten das auch in ihrer Ansprache zum Ausdruck. Stein dankte auch den beiden Grundstückseigentümern, die der Feuerwehr ihre Areale zur Verfügung gestellt hatten. Bürgermeister Steffen Antweiler dankte den Einsatzkräften für ihr ehrenamtliches Engagement und würdigte auch die besondere Bedeutung die die Freiwillige Feuerwehr für die Allgemeinheit hat. Die Bevölkerung könne sich bei diesen gut ausgebildeten Wehren sicher fühlen. Den Floriansjüngern wünschte er, dass sie von allen Einsätzen gesund zurückkehren. Er dankte auch den Ortsbürgermeistern, die durch ihre Anwesenheit ihr Interesse an der Funktionstüchtigkeit ihrer Ortsfeuerwehr bekundeten. Dabei hob er noch hervor, dass die Ortsbürgermeister Kauk, Immesheim, und Pohlmann, Standenbühl, erst jetzt als solche zu erkennen waren, da sie während des Einsatzgeschehens bei ihrer jeweiligen Ortswehr aktiv mitgewirkt hatten. Antweiler freute sich besonders, dass er zum Schluss dieser Veranstaltung fünf neue Feuerwehrangehörige verpflichten konnte. Hierbei handelte es sich um folgende Personen: Daniel Dinges, Niels Ehrke – beide Feuerwehr Immesheim Thomas Göbel, Pascal Göbel, Niclas Günther – alle Feuerwehr Weitersweiler. Der Jugendfeuerwehrwart von Weitersweiler, Michael Burgey, wurde nach erfolgreich absolviertem Gruppenführerlehrgang an der Landesfeuerwehrschule Koblenz zum Brandmeister befördert und zum Gruppenführer bestellt. Der Albisheimer Ortsbürgermeister Friedrich Strack schloss sich den Dankesworten seines Vorredners an und lud alle Anwesenden zu einem kleinen Umtrunk ins Feuerwehrgerätehaus ein.

 

 

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