Kontur- und Heckwarnmarkierung am Einsatzfahrzeug angebracht

Feuerwehrfahrzeuge sind große rote Autos – Soweit so gewohnt. Die Farbe “Feuerrot RAL 3000” wird zunehmend von tagesleuchtenden Farbabweichungen ergänzt. Verkehrsrot (RAL 3020) etwa ist etwas heller und mit weißen, bzw. gelben Kontrastflächen bei Tageslicht besser wahrnehmbar. Doch wie lässt sich ein “feuerwehrrotes” Einsatzfahrzeug noch sichtbarer machen um die Absicherung gegen den fließenden Verkehr zu verbessern?

Die Industrie hat darauf zwei Antworten: Eine Konturmarkierung und die Heckwarnmarkierung. Beide Markierungsarten dienen dazu, die Silhouette der Fahrzeugseite und auch des Heckbereichs besser sichtbar zu machen. Bekannt ist dies bereits länger aus den angloamerikanischen Ländern. Unfälle mit absichernden Feuerwehrfahrzeugen haben aber auch in Deutschland ein Umdenken bewirkt und es werden die Fahrzeuge mit diesem System nachgerüstet. Bei Neufahrzeugen wird meist auf einen Foliensatz mit Kontrastflächen zurück gegriffen.

Die Wehr in Weitersweiler hat selbst Hand angelegt und eine Konturmarkierung an der Fahrzeugseite angebracht. Ebenso wurde auch der Heckbereich der Ladebordwand beklebt. Verwendet wurden dabei die von Einsatzfahrzeugen der Polizei bekannte “Gap-Markierung”. An diesen silbernen, retroreflektierenden Aufkleber wird das einstrahlende Licht eines Schweinwerfers gebrochen und zurück an die Strahlenquelle geworfen. Dadurch sind diese für den Autofahrer sichtbar. Dies dient der Erhöhung der Wahrnehmung durch andere Verkehrsteilnehmer und sorgt im Einsatzfall unter schlechten Sichtverhältnissen für ein Plus an Sicherheit der Einsatzkräfte.

Die Gestaltung von Feuerwehrfahrzeugen ist in der Norm DIN 14502-3 „Feuerwehrfahrzeuge – Teil 3: Farbgebung und besondere Kennzeichnung“ geregelt.

Feuerwehrfahrzeuge dürfen in Deutschland nun in folgenden Farben gestaltet sein:

  • Feuerrot (RAL 3000) als Anstrich oder Folienbeklebung.
  • Verkehrsrot (RAL 3020) als Anstrich oder Folienbeklebung.
  • Leuchtrot (RAL 3024) als Anstrich oder Folienbeklebung.
  • Leuchthellrot (RAL 3026) als Folienbeklebung.
  • Diese Farben müssen mindestens 75 Prozent der sichtbaren Fläche der Karosserie ausmachen.
  • Bei Ausführung in Farbe Leuchtrot RAL 3024 oder Leuchthellrot RAL 3026 ist eine Ausnahmegenehmigung von § 49a, Absatz 1, Satz 1 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) erforderlich.
  • Planen sind in den Farben Feuerrot (RAL 3000) oder Verkehrsrot (RAL 3020) auszuführen. Wenn die Fahrzeuggrundfarbe Leuchtrot (RAL 3024) oder Leuchthellrot (RAL 3026) ist, darf die Plane weiß oder grau sein.
  • Alle übrigen Flächen der Karosserie müssen reinweiß (RAL 9010) oder weiß oder silber der Serienlackierung sein.
  • Alle an die Karosserie angebauten Teile (wie Stoßstangen, Kotflügel, Außenspiegel, Zierleisten, Flankenschutz, Kühlergrill, Dach- und Lüftungsklappen) dürfen in Farben nach Wahl des Fahrzeugherstellers ausgeführt sein.
  • Aluminiumbordände dürfen – mit Ausnahme heckseitiger Ladebordwände – silbern belassen werden

Quelle: http://www.feuerwehrmagazin.de/nachrichten/news/verkehrsrot-jetzt-fuer-feuerwehrfahrzeuge-erlaubt-56549

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